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Hausbrauerei Mollenhauer – Kundenstory Braumeister 50 Liter

Mollenhauer

Hausbrauerei Mollenhauer

Aus einer Bierlaune heraus haben Frithjof Rüttgeroth und Alexander Mollenhauer angefangen Bier zu brauen. Mit den größten Töpfen die im Haus zu finden waren und auf einer Küchenhexe mit Holzbefeuerung in Omas Waschküche. Hopfen, Malz und Hefe haben sie sich von umliegenden Brauereien besorgt. Als Lagertank dienten (neue) 5 Liter-Benzinkanister (wegen der Druckbeständigkeit). Das war toll und bescherte wunderbare Biere.

Schnell wurde den beiden klar, dass sie das nun immer machen wollten und so erwarben sie im November 2007 den Braumeister 50 Liter. In Kombination mit einer alten Kühltheke aus einer aufgegebenen Kneipe, in die fünf 50-Liter-Bierfässer passten, hatten Rüttgeroth und Mollenhauer eine richtige Microbrauerei geschaffen. Sie produzierten damit 150-200 Liter Bier im Monat und jeder in der Familie und jede Party war versorgt.

Die Brauer versuchten den Brauprozess immer weiter zu optimieren, experimentierten mit den Verzuckerungsrasten und mit den Rezepten herum ... das Bier wurde immer besser und die Qualität war reproduzierbar. Sie waren begeistert. Durch immer wiederkehrende Arbeitslosigkeit durch Zeitverträge riet man ihnen, das Bier doch mal zu verkaufen. Schnell war ein Kleingewerbe angemeldet und auch das war ein Erfolg. Oft kam es vor, dass sie ihr Bier komplett verkauften und nun fremdes Bier auf ihren Partys tranken, weil mal wieder alles alle war.

Im Herbst 2009 fassten Rüttgeroth und Mollenhauer den Entschluss, dass sie sich vollselbstständig machen wollen. Sie fliesten die alte Garage und erwarben ein gebrauchtes Kühlhaus für kleines Geld, das Platz für 1.500 Liter Bier bot. 5.000 Flaschen zu 0,5 Liter und ein Gegendruckabfüller wurde ebenfalls angeschafft.

Die größte Hürde jedoch war das behördliche Genehmigungsverfahren. Die Gemeinde wollte ein Immissionsgutachten für den Braumeister haben und das sollte bei diversen Gutachterbüros viele tausend Euro kosten. Das hätte das Vorhaben gesprengt. Sie wandten uns an die Firma Speidel, wir ließen auf eigene Kosten ein Gutachten erstellen, das den beiden zur Verfügung gestellt wurde.

Heute produzieren Rüttgeroth und Mollenhauer zwei bis vier verschieden Biersorten mit ein bis zwei Suden pro Tag und einem monatlichen Gesamtausstoß von 700-1200 Litern. Der Braumeister hat inzwischen über 470 Sude verarbeitet! Das einzige, das bisher kaputt gegangen ist, war der PT100 Temperaturfühler und neuerdings das Dichtungsgummi des Malzrohrs. Also ganz normale Verschleißteile.

»Alles in allem ein toller Erfolg«, meinen Rüttgeroth und Mollenhauer.