Menu

Speidels Braumeister PLUS 10, 20, 50 Liter

Original-Gebrauchsanleitung

ART.-NR. 41010-30, 47070-30, 45050-30

--> Bild noch ändern

WICHTIG!

VOR GEBRAUCH SORGFÄLTIG LESEN, AUFBEWAHREN FÜR SPÄTERES NACHSCHLAGEN
Diese Gebrauchsanleitung ist Bestandteil des Gerätes. Lesen und befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig, um mögliche Schäden und Unfälle zu vermeiden. Bewahren Sie diese Gebrauchsanleitung gut auf und legen Sie sie jedem vor, der das Gerät bedient.

Inhaltsverzeichnis

--> wird automatisch erstellt

1. Allgemeines

Art.-Nr. 45050-30: Braumeister PLUS 50 Liter

Verehrter Kunde,

Sie haben ein neues Gerät aus unserem Hause erworben. Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen. Qualität und Funktionalität stehen bei unseren Produkten im Vordergrund. Bitte lesen Sie die Bedienungsanleitung vor der ersten Inbetriebnahme vollständig durch und machen diese jedem Benutzer des Braumeisters zugänglich.

Bestimmungsgemäße Verwendung:

Der Braumeister ist zum Brauen von kleineren Mengen (ca. 10l/ 20l/ 50l) Bier konzipiert und produziert. Vor jedem Brauvorgang ist der Braumeister auf einen sicherheitstechnisch ordnungsgemäßen Zustand hin zu überprüfen.

 

Achtung, hier fehlen noch zwei Icons!

Bedienungsanleitung:

Um eine zuverlässige und sichere Inbetriebnahme und Bedienung des Braumeisters von Anfang an zu gewährleisten, haben wir diese Bedienungs- und Brauanleitung verfasst. Wenn Sie diese Hinweise und Anleitungen genau beachten, wird Ihr Braumeister zu Ihrer vollsten Zufriedenheit arbeiten und eine lange Lebensdauer besitzen. Gewichts- und Mengenangaben werden immer für 10l/ 20l/ 50l angegeben. Die erste Angabe bezieht sich auf den 10l Braumeister, die zweite auf den 20l Braumeister und die dritte Angabe auf den 50l Braumeister.

2. Technische Daten

2.1 Funktionen und Anwendungsbereiche

Der Braumeister PLUS ist zum Brauen von kleineren Mengen Bier konzi- piert und produziert. Vor jedem Brauvorgang ist der Braumeister PLUS auf einen sicherheitstechnisch ordnungsgemäßen Zustand hin zu über- prüfen.

2.2 Bauteile und Lieferumfang

Die Bauteile und den Lieferumfang entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Abbildung. Der Braumeister PLUS wird mit einer Umwälzpumpen und einer Heizspiralen betrieben. Der Braumeister 50 Liter hat auf der Rückseite einen weiteren zusätzlichen Griff (hier nicht abgebildet).

Braumeister PLUS 50 Liter beim Brauvorgang
  1. Behälterdeckel
  2. Niederhaltebügel
  3. Siebblech 1
  4. Braukessel mit Doppelmantel
  5. Zugstange / Füllstandsmesser
  6. Ablasshahn
  7. Siebblech 2
  8. Vollautomatische Brausteuerung
  9. Aushebebügel
  10. Malzrohr
  11. Auflagebolzen
  12. Auflagebügel
  13. Heizspirale
  14. Umwälzpumpe

Achtung, hier ist auch noch die zweite Hälfte der Aufzählungspunkte mit dabei!

Braumeister PLUS 50 Liter während des Brauvorgangs beim Abläutern
  1. Vollautomatische Brausteuerung
  2. Aushebebügel
  3. Malzrohr
  4. Auflagebolzen
  5. Auflagebügel
  6. Heizspirale
  7. Umwälzpumpe

Achtung, hier stimmt die automatische Numerierung nicht!

Informationen zu speziellen Bauteilen

Behälterdeckel

Der Deckel hilft beim Erhitzen zum schnelleren Erreichen der Temperaturen.
Die Lüftungslöcher vermeiden eine Druckbildung im Kessel
und erlauben eine leichte Luftzirkulation. An der Unterseite des Deckels
kondensiert bei höheren Temperaturen Wasser. Beim Abheben des
Deckels ist darauf zu achten, dass der Deckelrand über die Kesselöffnung
gehalten wird, damit das ablaufende Kondenswasser (beim
Schräghalten) wieder zurückläuft.

Braukessel mit Doppelmantel

Der Doppelmantel am Braumeister PLUS bietet den Hauptvorteil, dass
der Trub in der Würze während des Abkühlprozesses ungestört zu Boden
sinken kann und sich so eine sehr klare Würze bildet, bevor abgezogen
wird. Auch entstehen keine Verwirbelungen, wenn z. B. eine Kühlspirale
nach dem Kühlen entnommen wird. Die Kühlzeit ist ähnlich wie mit
einer Kühlspirale. Möglich ist, dass sich schnell mittig absetzender Trub
isolierend um den Temperaturfühler legt und daher einige Grad mehr
angezeigt werden als tatsächlich in der Würze vorhanden sind.
Die Durchflussrichtung durch den Doppelmantel erfolgt in der Regel von
unten nach oben (hier erfolgte aus Versuchen die beste Konvektion und
Trubausfällung).
Nach der Kühlung den Doppelmantel leerlaufen lassen (in ein Auffanggefäß
– nicht über die Braumeisterelektronik). Die Anschlüsse passen
auf gängige Kupplungssystem wie Gardena (angeschweißt sind Stutzen
AG 1“).
Einschränkung: Beim Brauen mit kurzem Malzrohr ist die Kühlfunktion
des Doppelmantels aufgrund der geringen Kontaktfläche zur Würze
nur eingeschränkt nutzbar. Wir empfehlen optional die Kühlspirale. Die
Wasserqualität zum Kühlen über den Doppelmantel sollte so beschaffen
sein, dass es möglichst kalkarm und frei von Rostpartikeln ist (Wasser
aus stark verrosteten Zuleitungen). Bei kalkhaltigem Wasser kann eine
Entkalkung mit edelstahltauglichen Mitteln nach einer gewissen Zeit zur
Aufrechterhaltung eines optimalen Durchflusses notwendig sein. Hinweis:
Bei der Herstellung des Doppelmantels entstehen auf der Innenseite
ebenso leichte Auswölbungen, die den Hohlraum für den Wasserdurchfluss
bilden. Das sind keine Transportbeschädigungen oder ähnliches.

Ablasshahn

Der Ablasshahn erleichtert das Reinigen und das Ablassen des Trubs
nach dem Abfüllen dadurch, dass von oben gereinigt und gleichzeitig das
Schmutzwasser nach unten über den mitgelieferten Schlauch in einen
Abfluss oder Gefäß abgelassen werden kann. Der Ablass befindet sich
mittig zweier Füße und so kann der Braumeister PLUS über leichtes
Schrägstellen auch komplett entleert werden. Nach erfolgter Reinigung
wird der Braumeister zum Schluss dennoch wie bisher zum vollständigen
Austrocknen und zum Leerlaufen der Pumpe auf den Kopf gestellt.

Umwälzpumpe

Die Umwälzpumpe kann im manuellen Betrieb ein- und ausgeschaltet
werden. Wichtig ist, dass die Pumpe nach Einfüllen der Flüssigkeit im
manuellen Betrieb entlüftet wird, damit sie die volle Leistung hat und
dass diese nicht trocken läuft und ggf. beschädigt wird. Dies geschieht
durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten der Pumpe bei eingefülltem
Wasser (solange bis keine Luftblasen mehr entweichen und kaum noch
Pumpengeräusche zu vernehmen sind). Dieses Ein- und Ausschalten
geschieht in der Brauautomatik selbstständig. Die Pumpe schaltet im
automatischen Brauprozess zum Schutz bei zu hohen Temperaturen
selbstständig ab und erst wieder in einem kälteren Zustand an. Die Leistung
der Pumpe kann über den Dreh-Potentiometer eingestellt werden.
Die von Speidel empfohlene Leistung ist durch einen Pfeil markiert.

Abmessungen, Leistung und Energieverbrauch

BRAUMEISTER PLUS 10 LITER

(Zeichnung, Tabelle Abmessungen, Tabelle Leistung und Energieverbrauch)

 

BRAUMEISTER PLUS 20 LITER

(Zeichnung, Tabelle Abmessungen, Tabelle Leistung und Energieverbrauch)

 

BRAUMEISTER PLUS 50 LITER

(Zeichnung, Tabelle Abmessungen, Tabelle Leistung und Energieverbrauch)

 

Entsorgung

Sollten Sie Ihren Braumeister PLUS entsorgen müssen, beachten Sie
bitte den folgenden Hinweis:

Schonen Sie unsere Umwelt, Elektrogeräte gehören nicht in den Hausmüll.
Nutzen Sie die für die Entsorgung von Elektrogeräten vorgesehene
Sammelstellen und geben Sie dort Ihre Elektrogeräte ab, die Sie nicht
mehr benutzen. Sie helfen damit, die potenziellen Auswirkungen durch
falsche Entsorgung auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu
vermeiden. Außerdem leisten Sie damit Ihren Beitrag zur Wiederverwertung,
zum Recycling und zu anderen Formen der Verwertung von
Elektro- und Elektronik-Altgeräten.

Informationen, wo die Geräte zu entsorgen sind, erhalten Sie über Ihre
Kommunen oder die Gemeindeverwaltungen.

3. Sicherheit

3.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

Das Gerät und das Netzkabel müssen regelmäßig auf Zeichen von
Beschädigungen untersucht werden. Wird eine Beschädigung festgestellt,
darf das Gerät nicht mehr benutzt werden.
Ziehen Sie immer zuerst den Stecker aus der Steckdose (ziehen Sie am
Stecker, nicht am Kabel), wenn Sie das Gerät nicht mehr benutzen. Dies
gilt auch für die Reinigung oder bei einer Störung – erst dann entfernen
Sie das Kabel an der Steuerung.
Verlegen Sie das Netzkabel so, dass es nicht mit scharfkantigen Gegenständen
in Berührung kommt. Es muss komplett abgewickelt und am
Gerät bzw. an der Steckdose vollständig eingesteckt sein. Eine Kabeltrommel
darf nicht verwendet werden.
Ein Verlängerungskabel darf nicht länger als 3 m sein.
Verwenden Sie keine Mehrfachsteckdosen, da dieses Gerät zu leistungsstark
ist. Eine Überlastung der elektrischen Sicherung ist zu vermeiden.
Durch den erhöhten Strombedarf des Braumeisters PLUS keine weiteren
„Großverbraucher“ auf dieselbe Sicherung schalten. Brandgefahr!
Der Braumeister PLUS darf nur benutzt werden für die bestimmungsgemäße
Verwendung und in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand.
Vergewissern Sie sich vor jedem Betrieb über den ordnungsgemäßen
Zustand.

Kinder und gebrechliche Personen:

Zur Sicherheit Ihrer Kinder lassen Sie keine Verpackungsteile (Karton,
Styropor, etc.) erreichbar liegen. Lassen Sie kleine Kinder nicht mit
Folie spielen. Es besteht Erstickungsgefahr!
Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen (einschließlich
Kinder) mit eingeschränkten physischen, sensorischen oder geistigen
Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und / oder mangels Wissens benutzt
zu werden, es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit
zuständige
Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen,
wie das Gerät zu benutzen ist.
Kinder sollten beaufsichtigt werden, um sicherzustellen, dass sie
vom Gerät ferngehalten werden und sie nicht mit dem Gerät spielen.

3.2 Spezielle Sicherheitshinweise

Behälter, Deckel und Anbauteile werden sehr heiß. Zum Ende des Brauprozesses
beinhaltet der Kessel kochende Bierwürze. Beachten Sie die
Aufstellhinweise. Bewegen Sie den Braumeister PLUS niemals
in heißem Zustand. Beim Arbeiten am und mit dem Braumeister
PLUS sollten Sie immer Topflappen oder Handschuhe verwenden.
Verbrennungsgefahr!
Beim Abheben des Deckels darauf achten, dass das an der Unterseite
kondensierte Wasser zurück in den Behälter läuft. Deckel entsprechend
schräg über den Behälter halten. Verbrühungsgefahr!
Der Braumeister PLUS besteht nahezu komplett aus Edelstahl (elektrisch
leitend). Aus diesem Grund darf er nur über einen Fehlerstromschutzschalter
30 mA betrieben werden. Üblicherweise ist
solch ein FI in der Hausinstallation schon vorhanden.
Gefahr eines elektrischen Schlags!
Reinigungsarbeiten am Braumeister PLUS immer nur mit ausgestecktem
Stecker vornehmen (Trennen vom Stromnetz). Spritzen Sie das
Gerät nicht ab bzw. nicht in die elektrischen Bauteile.
Gefahr eines elektrischen Schlags!
Wichtig: Zum Betrieb des Steuergerätes sind die Steckverbindungen
auf der Rückseite des Gerätes unbedingt zu verriegeln. Beim Betrieb mit
nicht verriegelten Steckvorrichtungen besteht die Gefahr der Überhitzung.
Brandgefahr!
Zur Isolierung verwenden Sie bitte das dafür angebotene Zubehör
„Thermomanschette“. Bei eigenen Isolierungen ist darauf zu achten,
dass die Elektronik und der untere Bereich des Braumeisters PLUS gut
belüftet bleibt, da es sonst zu Hitzestaus und Schäden
an der Steuerung kommen kann.
Vor jedem Gebrauch ist die Pumpe zu entlüften, um ein Trockenlaufen
zu vermeiden. Der Entlüftungsvorgang findet im Automatikbetrieb von
selbst statt. Im manuellen Betrieb ist Pumpe mehrmals ein- und
auszuschalten bis keine Luftblasen mehr entweichen.

 

Achtung, hier fehlen noch Icons!

4. Vorbereitung

4.1 Sicherheitshinweise

Der Braumeister PLUS ist vor dem ersten Gebrauch gründlich mit lauwarmem
Wasser zu reinigen (Kapitel „Reinigung 8.1“). Beachten Sie auch
nachfolgend die sichere Aufstellung des Braumeister PLUS. Vergewissern
Sie sich, dass sich der Braumeister in ordnungsgemäßem Zustand
befindet. Überprüfen Sie hierfür die aufgelisteten Bauteile im Kapitel „2.
Technische Daten“ auf etwaige Beschädigungen. Beachten Sie auch die
Sicherheitshinweise im Kapitel „3. Sicherheit“. Ansonsten ist der Braumeister
PLUS für eine sofortige Inbetriebnahme
ausgelegt.

4.2 Aufbau

Der Braumeister PLUS ist vor Gebrauch bzw. vor dem Brauvorgang auf
einem stabilen, standsicheren und waagerechten Unterbau aufzustellen.
Beachten Sie, dass der Braumeister PLUS in gefülltem Zustand bis zu
30 kg / 50 kg / 90 kg wiegen kann und mit kochend heißer Bierwürze
gefüllt ist. Das Umpumpen beim Brauprozess setzt ein waagerechtes
Aufstellen voraus. Vermeiden Sie eine wackelige Unterlage. Am besten
geeignet ist eine stabile Holzkiste oder ein nicht zu hoher Tisch. Während
des Brauprozesses darf der Braumeister PLUS nicht bewegt werden. Die
Griffe sind nur für den Transport und das Handling in leerem Zustand
gedacht. Halten Sie Kinder und gebrechliche Personen vom im Gebrauch
befindlichen Gerät unbedingt fern. Ist der Braumeister PLUS sicher
aufgestellt worden, schließen Sie das Gerät an das Stromnetz an. Sie
können den Braumeister PLUS nun in Betrieb nehmen.

4.3 Lagerung und Transport

Der Braumeister PLUS ist trocken zu lagern. Vermeiden Sie Kontakt zu
eisenhaltigen bzw. rostigen Gegenständen.
Transportieren Sie den Braumeister nur im leeren Zustand und mit den
dafür vorgesehenen Griffen. Das Gerät ist vor dem Transport vom Stromnetz
zu trennen und darf niemals bewegt werden, solange es sich in
Betrieb befindet. Verbrühungsgefahr!

4.4 Modifikationen

Eine Modifikation des Braumeisters PLUS ist, außer durch die Erweiterung
mit vom Hersteller geprüften Zubehörteilen, ausdrücklich nicht
gestattet. Unzulässige Veränderungen am Gerät können zu schweren
Sicherheitsrisiken führen und ein sicherer Gebrauch kann nicht weiterhin
gewährleistet werden. Werden unsachgemäße Änderungen am Gerät
vorgenommen, verfällt der Garantieanspruch. Siehe auch Anhang
„C Gewährleistungsbedingungen, -abwicklung“.

 

 

Achtung, hier fehlen noch Icons!

5. Steuerung

5.1 Aufbau

Die Steuerung des Braumeisters PLUS erfolgt über das Touch-Display,
das unten am Sockel des Braumeisters angebracht ist. Auf dem Start-
Display finden Sie die folgenden Funktionen:

  1. Menüanzeige / Statusanzeige
  2. Anzeige für Zeit, Temperatur, Rezept und Handlungsanweisungen
  3. Uhrzeit
  4. An / Aus Pumpe (P ) /Heizung (H), Temperatur
  5. WLAN
  6. Braustart eines Rezepts
  7. Rezepte bearbeiten
  8. Zum manuellen Betrieb
  9. Zu den Einstellungen / Settings

Einstieg

Wenn Sie Ihren Braumeister PLUS das erste Mal in Betrieb nehmen, werden Sie automatisch durch den Einrichtungsprozess geleitet. Hier können Sie sich auch gleich zu Beginn mit My Speidel verbinden. Um nachträglich Änderungen an den Einstellungen aus dem Einrichtungsprozess vorzunehmen, gehen Sie bitte folgendermaßen vor: Über die Menüanzeige können Sie die Navigation aufrufen. Tippen Sie mit Ihrem Finger auf den Bereich Einstellungen.

Im Bereich Einstellungen finden Sie Möglichkeiten zum Einstellen von Sprache, WLAN, Metrik, Ton, etc.

Um Einstellungen zu ändern, wählen Sie einfach den gewünschten Bereich mit Ihrem Finger aus. Anschließend können Sie im neuen Fenster die gewünschte Änderung vornehmen.

Funktionen

Drücken Sie Brauen, wählen Sie ein Rezept aus und starten Sie den Brauvorgang mit Auswahl. Dann folgen Sie den Anweisungen auf dem Display. Die ausführliche Beschreibung erfolgt im Kapitel „6. Brauen“.

Bei Meine Rezepte können Ihre Rezepte gespeichert werden, die am Gerät erstellt oder über My Speidel synchronisiert werden.

Um ein Rezept zu ändern, wählen Sie das entsprechende Rezept mit Ihrem Finger aus und drücken Sie auf Bearbeiten. Anschließend können Sie mit dem Finger durch die Rezepte scrollen. Wählen Sie Punkte, die Sie anpassen möchten, einfach mit Ihrem Finger aus. Anschließend können Sie Änderungen über die aufkommende Tastatur durchführen. Wenn Sie alle Änderungen durchgeführt haben, gehen Sie auf Zurück. Es erscheint ein Fenster auf welchem Sie Ihre Änderungen speichern können.

Auch über das Kundenportal www.myspeidel.com können Rezepte entwickelt, gespeichert und getauscht werden. Vor allem ist es möglich, den Braumeister (oder weitere Geräte) zu verwalten und den Brauprozess online zu überwachen.

Im manuellen Betrieb können die Pumpe und die Heizung ein- oder ausgeschaltet werden. Das P und das H in der Menüleiste zeigen, ob die Pumpe oder die Heizung an sind.

Ist der Buchstabe gelb, ist die Pumpe beziehungsweise Heizung aktiviert. Ist das Symbol nur halbgelb hinterlegt, ist die Pumpe aktiviert, aber nicht an, da die Flüssigkeit zum Beispiel noch zu heiß ist. Die Solltemperatur stellen Sie über den Temperaturregler ein.

Im Bereich Einstellungen finden Sie Möglichkeiten zum Einstellen von Sprache, WLAN, Metrik, Ton, etc.

In allen Betriebsarten (Automatik / Braustart, Rezepte und manueller Betrieb) gelangen Sie durch Abbrechen oder mehrmaliges Betätigen von Zurück wieder in das Startmenü.

6. Brauen

6.1 Einführung

Die Bierherstellung mit dem Braumeister PLUS lässt sich in verschiedene Phasen aufteilen, wobei hier jede Phase einzeln erläutert wird.

Zunächst werden diese Phasen allgemein beschrieben, so dass der Brauprozess auf alle Biersorten und Rezepte zutrifft. Ein konkretes Braubeispiel für den Erstbrauer und ein spezielles Rezept mit den exakten Mengenangaben, Brauzeiten und Temperaturstufen werden im nachfolgenden Kapitel gegeben.

Bevor Sie mit dem Bierbrauen beginnen, verschaffen Sie sich am besten zuerst einmal einen Überblick darüber, welche Einzelschritte schließlich zum fertigen Getränk führen. Damit Sie keine Schritte auslassen und im Nachhinein auch einen Überblick auf Ihre Brauprozesse bekommen, empfiehlt es sich, ein Brauprotokoll zu führen (dies kann schriftlich auf Papier geschehen, aber auch digital über My Speidel).

Noch ein Rat: Beim ersten Brauversuch sollten Sie sich einen Tag Zeit nehmen und ggf. mit einer zweiten Person brauen, da es so einfach mehr Spaß macht und man die eine oder andere Hilfe gut gebrauchen kann.

Bedenken Sie bitte stets, dass das Bierbrauen etwas Erfahrung benötigt und man von Brauvorgang zu Brauvorgang besser wird. Seien Sie also nicht enttäuscht, wenn das erste Bier nicht ganz Ihren Erwartungen entspricht.

6.2 Vorbereitungen

Besorgen der Zutaten

Besorgen Sie sich rechtzeitig die nötigen Brauzutaten (Hopfen, Malz und Hefe). Dabei ist es wichtig, dass das Malz frisch ist. Nach dem Schroten  (Aufbrechen der Körner – nicht zu fein, siehe „Das richtige Schrotbild“ auf Seite 29) sollte das Malz schnellstmöglich verbraucht werden. Die Mengenangaben variieren je nach Rezept etwas, wobei sich die Malzmenge bei 2-2,5 / 4-5 / 9-11 kg und die Hopfenmenge zwischen 15-40 / 20-80 / 50-150 g bewegt. Der Hopfen wird meist in gepresster Form als Pellets angeboten. Zum Vergären empfiehlt sich zunächst Trockenhefe, da diese einfach zu lagern und länger haltbar ist, später aber auch spezielle Flüssighefen. Diese Zutaten sind im Hobbybrauerhandel oder über das Internet zu beziehen.

Reinigen der Geräte

Vor dem Brauen wird der Braumeister mit warmem Wasser ausgespült und die Pumpe durch Einschalten durchgespült. Die weiteren Gerätschaften wie Bierspindel, Kochlöffel und Gärbehälter liegen bereit und sind ebenfalls gereinigt. Siehe hierzu auch die Hinweise in Kapitel „8.1 Reinigung“.

Hygiene

Hygiene ist das oberste Gebot beim Bierbrauen. Vor allem im Kaltbereich (beim Abkühlen, beim Abfüllen und beim Vergären) ist das Bier bzw. die Bierwürze der Gefahr einer Infektion ausgesetzt. Dies kann das Bier verderben lassen und macht die ganze Arbeit zunichte. Achten Sie daher besonders auf absolut saubere Gefäße (Gärfass, Flaschen) und Arbeitsmaterialien (Löffel, Hähne, Dichtungen). Zur Desinfektion von diesen Gefäßen und Gegenständen eignet sich besonders die Verwendung von speziellen Desinfektionsmitteln. Diese sind in Kellereifachgeschäften und im Hobbybrauerhandel erhältlich. Diese eignen sich auch zum Einfüllen in den Gärspund, zum Desinfizieren des Gärbehälters und der weiteren Gerätschaften. Die Desinfektion von Flaschen und / oder Reifekegs erfolgt ebenso wie beim Gärbehälter. Somit ist garantiert, dass das vergärte Bier in absolut reine Flaschen oder Reifekegs abgefüllt wird. Für die Reifegefäße sollte dies einige Tage vor Gärende erledigt sein, damit der Abfüllprozess schnell und ohne Hektik stattfinden kann.

Enthärten des Brauwassers

Falls erforderlich, kann das Brauwasser enthärtet werden. Hierzu wird das Wasser (kaltes Leitungswasser) im Braumeister PLUS 30 min lang abgekocht, danach abgekühlt und bis zum Brauen z. B. im Gärbehälter zwischengelagert. Der ausgeschiedene Kalk hat sich am Behälterboden abgesetzt und wird entsorgt. Der Braumeister PLUS ist zum Brauen von ca. 10 l / 20 l / 50 l fertigem Bier (Normalbier) konzipiert. Hierfür werden dann 15-20 l / 25-30 l / 55-60 l Brauwasser benötigt. Für den Anfänger bzw. für die ersten Brauversuche ist aber auch normales (hygienisch einwandfreies, farb- und geruchloses) kaltes Leitungswasser verwendbar, um den Aufwand zu Beginn etwas in Grenzen zu halten. Grundsätzlich sollte das Brauwasser eine Härte von unter 14 °dH haben.

 

 

Achtung, hier fehlen noch Icons!

6.3 Programmierung / Starten der Brauautomatik

Stecken Sie den Braumeister PLUS ein. Die Steuerung befindet sich dann im Grundzustand.

Zum Programmieren eines Rezeptes und dessen Zeit- und Temperaturwerten, drücken Sie auf Meine Rezepte. Wählen Sie dann im Menü das Rezept aus, das zu bearbeiten ist. Es können neue Rezepte angelegt oder auch gelöscht werden. Des Weiteren können Sie Ihre Rezepte auch über www.myspeidel.com verwalten und synchronisieren.

Zu Beginn stehen drei Standardrezepte zur Verfügung. Um ein Rezept zu ändern, wählen Sie das entsprechende Rezept mit Ihrem Finger aus und drücken Sie anschließend auf Bearbeiten. Anschließend können Sie mit Ihrem Finger über das Display scrollen. Wählen Sie Punkte, die Sie anpassen möchten, einfach mit Ihrem Finger aus. Danach können Sie Änderungen über die aufkommende Tastatur durchführen. Wenn Sie alle Änderungen durchgeführt haben, drücken Sie auf Speichern.

6.4 Maischen

Das Vermischen von Malzschrot und Wasser wird als Maischen bezeichnet. Das Ziel des gesamten Maischeprozesses ist die Herauslösung der im Malz eingelagerten Malzstärke und deren Umwandlung in Zucker mit Hilfe von im Malz befindlichen Enzymen. Die verschiedenen Enzyme sind bei unterschiedlichen Temperaturen wirksam, weshalb dann auch die verschiedenen Temperaturstufen durchlaufen werden.

6.4.1 Informationen zum Einmaischen

Zunächst wird 12 l / 23 l / 55 l Brauwasser in den Kessel gefüllt. Dabei ist das Malzrohr noch nicht eingebaut. Die an der Zugstange angebrachten
Markierungen zeigen den Füllstand (BM PLUS 10 l: 8 l, 10 l, 12 l), (BM PLUS 20 l: 12 l, 15 l, 20 l, 25 l; (BM PLUS 50 l: 20 l, 25 l, 30 l, 45 l, 50 l, 55 l) an.

Bestätigen Sie mit Brauen, dass Sie Wasser eingefüllt haben. Somit schalten sich die Pumpe und die Heizung ein. Die Pumpe schaltet
mehrmals zur Entlüftung ein und aus. Pumpe und Heizung sind bis zum Erreichen der programmierten Einmaischtemperatur eingeschaltet. Die
(P)umpen- und (H)eizungssymbole leuchten gelb. Auf dem Display wird die Soll- und Ist-Temperatur angezeigt. In der oberen Statusanzeige
wird der Status, z. B. Automatik 3, angezeigt, was bedeutet, dass die Brauautomatik mit Rezept 3 gestartet wurde. Danach kommt der Hinweis
in welcher Phase sich das Programm befindet. Mit Erreichen der Einmaischtemperatur ertönt ein Signalton, folgen Sie nun den den
Anweisungen der Brausteuerung.

Wenn Sie das Malz eingefüllt haben quittieren Sie das mit Weiter. Zur Sicherheit erfolgt nochmals die Abfrage „Malz eingefüllt?“. Mit Weiter
starten Sie nun den eigentlichen Brauprozess mit dem Braumeister PLUS. Die Pumpe und Heizung schalten ein. Die Würze steigt im Rohr auf
und läuft über. Der Kreislauf ist entstanden und das Malz wird durch das Umpumpen über die nächsten Phasen ausgewaschen.

6.4.2 Einmaischen Schritt für Schritt erklärt

Malzrohr einsetzen

Setzen Sie das Malzrohr mit aufgezogener Dichtung nach unten ein. Die Dichtung samt Malzrohr muss zentriert und absolut eben auf dem Kesselboden aufsitzen.

Siebblech einsetzen

Das Siebblech mit der Hülse nach oben bis auf den unteren Rand einschieben.

Feinsieb einlegen

Legen Sie ein Feinsieb auf das Siebblech.

Malz einfüllen

Bitte füllen Sie das Malz vorsichtig ein und achten Sie darauf, dass Sie nichts verschütten. Sonst könnte die Pumpe verstopfen.

Malz einrühren

Das Malz mit einem Kochlöffel gut einrühren und einige Minuten aufquellen lassen.

Feinsieb einsetzen

Zweites Feinsieb auf das Malz einsetzen.

Siebblech einschieben

Zweites Siebblech mit der Hülse nach oben bis auf den unteren Rand einschieben.

Niederhaltebügel aufsetzen

Bitte setzen Sie den Niederhaltebügel an der entsprechenden Position auf.

Niederhaltebügel fixieren

Den Niederhaltebügel mit der Flügelmutter fixieren.

Eiweißrast

Bei der Eiweißrast werden die großen Eiweißmoleküle des Malzes in kleine Bausteine aufgespalten. Die Eiweißrast ist wichtig für die Klärung und Vollmundigkeit, besonders aber für die Schaumstabilität und das Kohlesäurebindungsvermögen des Bieres. Die Temperatur liegt bei ca. 52 ° C und wird je nach programmiertem Rezept 5-20 min gehalten. Für eine bessere Schaumstabiliät wird in manchen Rezepten auf diese Phase verzichtet.

Das Display zeigt nun die Rast, Soll- und Ist-Temperatur und die Soll- und Ist-Zeit. Nach Erreichen der Soll-Temperatur startet die Zeitzählung. Die weiteren Phasen werden vollautomatisch abgearbeitet. Das Display zeigt dabei auch jeweils die entsprechenden Zeiten und Temperaturen.

Mit Abbrechen kann der Brauprozess unterbrochen werden. Danach erfolgt eine Abfrage, ob die Automatik fortgesetzt werden soll oder ein kompletter Abbruch gewünscht ist.

Über Übersicht erhalten Sie eine Übersicht über den aktuellen Stand des Brauprozesses.

Über den Hilfe-Button erhalten Sie Hilfestellungen für verschiedene Bereiche des Brauprozesses. Wie zum Beispiel das Maischen.

Maltoserast

Während der zweiten Phase, der Maltoserast, werden die Stärkemoleküle mit Hilfe von weiteren im Malz befindlichen Enzymen in vergärbaren Zucker umgewandelt. Diese Phase ist für die Alkoholbildung ein wichtiger Abschnitt des Brauvorgangs, weil hier die größten Zuckermengen gebildet werden. Eine Verlängerung der Rast bedeutet die Gewinnung von mehr Zucker in der Würze, was zu einem trockenerem Bier führt. Die Verkürzung der Zeit bewirkt, dass das Bier aufgrund von mehr Dextrinen vollmundiger wird.

Die Temperatur liegt bei ca. 63 °C und wird für eine Dauer von ca. 35 min gehalten. Wie in der ersten Phase zeigt die Steuerung die relevanten Daten auf dem Display an. Der gesamte weitere Prozess (Phase 2 bis Phase 5) wird über die Steuerung vollautomatisch gesteuert. Während des gesamten Maischeprozesses wird die Pumpe alle 10 min kurzzeitig abgeschaltet (Pumpenpause), um das Malz in eine neue Position zu bringen und dadurch eine bessere Ausbeute zu erzielen. Der Deckel des Braumeisters liegt zur Energieeinsparung auf.

Verzuckerungsrast 1

In der dritten Maischephase werden weitere Stärkebestandteile mit Hilfe von auf dieser Temperaturstufe aktiven Enzymen aufgespalten und in der Würze verflüssigt. Die Temperaturstufe liegt bei ca. 73 °C und wird auch ca. 35 min gehalten.

Verzuckerungsrast 2

In der letzten Phase verzuckern Reststärken nach und bilden damit noch mehr unvergärbare Extrakte, welche das Bier etwas vollmundiger werden lassen. Dabei wird die Würze unter ständigem Umpumpen auf 78 °C erhitzt und dort für 10 min gehalten. Mit einer Jodprobe kann festgestellt werden, ob in der Würze noch Reststärke vorhanden ist. Hierzu tropfen Sie etwas Würze auf einen weißen Teller und geben etwas Jod hinzu. Verfärbt sich die Probe braunrot oder gelb, ist die Verzuckerung ausreichend. Falls nicht, muss die letzte Temperaturstufe länger gehalten werden.

6.5 Abläutern

Nach Ablauf der programmierten Brauphasen ertönt wiederum ein Signalton. Dieser wird auch mit Weiter quittiert. Die Pumpe schaltet ab und man wird zum sogenannten Abläutern („Malzrohr entnehmen“) aufgefordert.

6.5.1 Informationen zum Abläutern

Abläutern nennt man das Trennen des Malzschrotes von der Bierwürze. Das Läutern mit dem Braumeister PLUS ist im Vergleich zu vielen anderen Hausbraumethoden eine relativ einfache, schnelle und saubere Angelegenheit und stellt ein zentrales Konzept des Braumeisters dar. Auf den unteren Auflagebolzen hängt man das Malzrohr in den Auflagebügel, so dass die Bierwürze aus dem Malz in den Kessel abtropft. Durch ein nachträgliches Auswaschen des Malztrebers mit einem Nachguss kann man noch letzte Extraktreste herauslösen. Diesen Vorgang nennt man „Anschwänzen“ (Vorgang nicht zwingend notwendig). Das sogenannte „Anschwänzen“ erfolgt indem 78 °C heißes Wasser (max. 78 °C! – kein kochendes Wasser) oben in das Malzrohr eingeschüttet wird.

Entfernen Sie das obere Siebblech inkl. Siebtuch und lockern Sie mit Hilfe eines langen Kochlöffels den Malztreber etwas auf, damit „eingeschlossene“ Bierwürze weiter nach unten ablaufen bzw. abtropfen kann. Die Temperatur bleibt während des Läuterns weiter konstant auf der voreingestellten Temperatur von 78 °C. Nach 15-20 min des Abläuterns entfernen Sie das Malzrohr komplett und entsorgen den Malztreber. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich hier immer die Arbeit mit hitzefesten Handschuhen, da alle Teile nun hohe Temperaturen aufweisen. Nach Entfernen des Malzrohres quittieren Sie dies wieder mit Weiter.

Zum Starten des Hopfenkochens drücken Sie nochmals auf Weiter und dann auf Jetzt starten. Pumpe und Heizung schalten sich wieder ein und die Automatik wird fortgesetzt.

Nachdem der Läuterprozess nun abgeschlossen ist, sollte der Würzegehalt geprüft werden. Dies ist wichtig, um die Würze auf den gewünschten Stammwürzegehalt zu bringen, um somit auch den späteren Alkoholgehalt des Bieres einstellen zu können.

Entnehmen Sie eine Füllung in einen Messzylinder (Zubehör) und stellen Sie den Füllstand der Würze zum Zeitpunkt der Entnahme fest.

Nehmen Sie hierzu die oberen drei an der Zugstange befindlichen Füllstandsringe als Hilfe, welche 8 / 10 / 12 l bzw. 15 / 20 / 25 l bzw. 45 / 50 / 55 l anzeigen. Einen dazwischen befindlichen Flüssigkeitslevel schätzen Sie entsprechend ab. Zur Messung der Stammwürze mit einer Bierspindel (Zubehör) muss die entnommene Würze auf 20 °C abgekühlt werden, um eine exakte Messung zu erhalten. Hierzu eignet sich ein Abkühlen im Kühlschrank o. ä. Da aber Stammwürze zu einem bestimmten Flüssigkeitspegel im Verhältnis steht, brauchen Sie nicht zu warten, bis Sie die Messung vornehmen können. Fahren Sie einfach mit der nächsten Phase des Hopfenkochens fort.

6.5.1 Abläutern Schritt für Schritt erklärt

Sicherheitshinweis

Da alle Teile sehr heiß sind, empfiehlt sich unbedingt die Verwendung von Sicherheits- oder Küchenhandschuhen.

Niederhalterohr entfernen

Zuerst die Flügelschraube und anschließend den Niederhaltebügel entfernen.

Abtropfbügel auflegen

Den Abtropfbügel auf den Rand des Braukessels legen.

Malzrohr herausziehen

Das Malzrohr beidhändig am Aushebebügel vorsichtig herausziehen und …

Malzrohr auflegen

… das Malzrohr an den unteren Bolzen auf dem Abtropfbügel abstellen.

6.6 Hopfenkochen

Wie in vorherigem Abschnitt beschrieben, wird die Automatik fortgesetzt und das Hopfenkochen gestartet. Das Display zeigt wieder Zeit und Temperatur der Phase an. Die Kochzeit beginnt automatisch mit einer gewissen Karenzzeit ohne weiteren Temperaturanstieg an rückwärts zu zählen. Mit Bearbeiten können während des Automatikbetriebes noch Solltemperatur und Sollzeit korrigiert bzw. geändert werden. In dieser Phase wird die Bierwürze gekocht. Zum einen werden gerinnbare Eiweißstoffe ausgeschieden und zum anderen wird die Würze sterilisiert. Das heißt, es werden alle Mikroorganismen zerstört, die sonst das Bier während der Gärung verderben könnten.

Wie schon in der Beschreibung der vorherigen Phase genannt, kann hier mittels verdampfenden Wassers bzw. durch Nachgießen von Wasser die Stammwürze eingestellt werden. Während des Kochens von 80-90 min wird dann auch der Hopfen zugegeben, welcher dem Bier die nötige Bittere und auch Würze verleiht. Je nach Rezept und Belieben, kann die Menge der Hopfenzugabe variieren. Nachdem die am Ende der vorhergehenden Phase entnommene Würze bezüglich Stammwürze gemessen wurde, stellt man diese mit dem Flüssigkeitspegel ein. Entspricht der Stammwürzegehalt dem Sollwert, dann ist der Pegel durch Nachgießen von kochendem Wasser auf dem selben Niveau bis zum Schluss zu halten. Ist die Stammwürze zu hoch, wird die Würze durch Nachgießen verdünnt und der Flüssigkeitspegel entsprechend erhöht. Dabei ist darauf zu achten, dass auch das verdampfende Wasser ersetzt wird. Umgekehrt wird bei zu niedrigem Stammwürzegehalt der Flüssigkeitspegel gesenkt (durch Verdampfen des Wassers), was zu einer höheren Zuckerkonzentration in der Würze und somit auch zu einem höheren Alkoholgehalt im Bier führt. Die Phase des Kochens wird unbedingt bei geöffnetem Braukessel durchgeführt. Dies verhindert zum einen ein Überkochen der Würze und ist vor allem für das Hopfenkochen notwendig, damit nicht gewollte Aromastoffe aus dem Hopfen verdampfen können, welche einen negativen Geschmack im Bier hinterlassen würden.

Die Hopfung des Bieres diente ursprünglich auch zur besseren Haltbarmachung und Konservierung des Bieres. Für die Hopfengaben ertönen je nach Einstellung akustische Signale zu den im Rezept programmierten Zeitpunkten. Je nach Hopfenart und Bitterstoffgehalt geben Sie der kochenden Würze 10 bis 15 min nach Kochbeginn den ersten Hopfen zu. Der Hopfen verbleibt bis zum Ende der Kochzeit in der Würze, da seine Substanzen erst nach längerer Kochzeit ihre Wirkung entfalten und die vorgesehene Hopfenbittere an das Bier abgeben. Dabei werden auch die im Hopfen enthaltenen Harze und Öle gelöst, die schließlich die Würze zusammen mit dem Malzaroma vollenden. Eine weitere Hopfenzugabe kann dann ca. 10 min vor Kochende erfolgen, was lediglich zur Aromatisierung beiträgt. Eine weitere Ausscheidung von Bitterstoffen in der verbleibenden Zeit ist nicht mehr möglich. Die Hopfenart, -menge und Anzahl der Hopfengaben ist je nach Rezept und Bierart verschieden. Es können sechs Hopfengaben programmiert werden. Die Zugabe von Hopfen kann in Form von Pellets oder getrockneten Hopfendolden erfolgen. Der Bitterstoffgehalt von Bieren wird in Bittereinheiten (BE) angegeben und liegt bei Weizenbieren bei 10-20 BE und bei Pilsbieren bei 25-45 BE. Die Angabe des Bitterstoffgehalts des Hopfens erfolgt in % Alphasäure, welcher zwischen 2-15 % liegen kann. Mit folgender Formel lässt sich die Hopfenmenge berechnen: (siehe „Formel für die Hopfenmenge“ auf Seite 46).

Formel für die Hopfenmenge

Bei einer Gesamtkochdauer von 80-90 min, kann von einer Bitterstoffausnutzung von 30 % ausgegangen werden.

Beispiel

Es sollen 20 l Weizenbier mit einem Bitterstoffgehalt von 15 BE gebraut werden. Der verfügbare Hopfen hat einen Alphasäuregehalt von 3 %. Somit ergibt sich nachfolgende Hopfenmenge, welche zu Beginn des Kochvorgangs zugegeben wird. Der Hopfen, welcher kurz vor Kochende hinzugegeben wird ist bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt, da in der kurzen Zeit keine nennenswerten Bitterstoffmengen mehr in die Würze abgegeben werden.

Ende Hopfenkochen

Mit Ablauf der Kochzeit ertönt wieder ein Signalton, der das Ende des Brauvorgangs anzeigt. Dies wird mit Fertig quittiert. Die Heizung wird abgeschaltet.

6.7 Abkühlen

Von nun an müssen Sie absolut steril arbeiten, da bei allen weiteren Arbeitsschritten Verunreinigungen durch die in der Luft befindlichen Mikroorganismen oder durch unsaubere Geräte den Erfolg Ihrer Arbeit zunichte machen können. Alle ab jetzt gebrauchten Geräte müssen gründlich gereinigt bzw. desinfiziert werden. Beachten Sie die Hinweise im Kapitel „8.1 Reinigung“. Mit einem Magnetventil, das separat erhältlich ist, steht Ihnen auch die Funktion „Autokühlen“ zur Verfügung.

Bevor die Kühlung startet, empfehlen wir ein kräftiges Rühren der noch heißen Würze mit einem langen Kochlöffel. Dies erzeugt einen sogenannten „Whirlpool-Effekt“, der das Absinken von in der Würze befindlichen Trubstoffen fördert und die Würze dadurch klärt. Der Abkühlprozess dient vor allem zum Kühlen der Würze und zum weiteren Absetzen der beim Kochen ausgeschlagenen Eiweißstoffe und Hopfenbestandteile. Diese Trubstoffe setzen sich langsam am Boden ab und verbleiben beim Ablassen der klaren Würze am Behälterboden. Rühren oder Bewegen der abgekühlten Würze sollte unbedingt vermieden werden, da sonst der abgesetzte Trub wieder aufwühlt und mit in den Gärbehälter abfließt.

Die Kühlung erfolgt mit Kaltwasser. Das durch die Kühlspirale bzw. den Doppelmantel fließende Wasser entzieht der Würze die Wärme und kühlt diese in 20-30 min auf die gewünschte Anstelltemperatur ab. Achtung: Zu Beginn fließt am Ausgang des Würzekühlers nahezu kochendes Wasser (Verbrühungsgefahr!), welches für spätere Reinigungsarbeiten Wiederverwendung finden kann. Wichtig ist vor allem eine schnelle Abkühlung zwischen 40 °C und 20 °C, wo die Würze bezüglich einer Infektion besonders anfällig ist. Wenn die Würze auf 20 °C herabgekühlt ist, nehmen Sie die Kühlspirale vorsichtig aus dem Kessel heraus und lassen Sie die Bierwürze über den Ablasshahn in ein desinfiziertes Gärfass (siehe Zubehör) ab. Zuvor werden aber noch ca. 5 % (0,5 l bei 10 l oder 1,0 l bei 20 l oder 2,5 l bei 50 l Würze) in ein verschließbares
Gefäß abgegossen und anschließend kühl gelagert. Dies dient später als Zugabe zum vergärten Bier, um in den abgefüllten Flaschen eine Nachgärung und ausreichende Kohlensäurebildung zu erreichen. Verwenden Sie zum Abfüllen einen geeigneten und reinen Schlauch oder einen Trichter.

Die letzten Liter werden durch vorsichtiges Schrägstellen des Braumeisters abgefüllt – solange keine Trubstoffe in den Gärbehälter mit abfließen. Das Gärfass bzw. Gärgefäß sollte deutlich größer gewählt werden als die Menge der Würze, um genügend Gärraum zu haben und um damit ein Überlaufen des Gärschaums zu vermeiden. Der Rest und der auf dem Boden des Braumeisters befindliche Trub können weggeschüttet werden. Den nun nicht mehr benötigten Braumeister bitte schnellstmöglich reinigen, damit ein Antrocknen verhindert wird, was den Reinigungsprozess erheblich erleichtert.

6.8 Hauptgärung

Nachdem die abgekühlte Würze in ein Gärfass (PE-Fässer mit Auslaufhahn und Edelstahl-Gärtanks finden Sie in unserem Onlineshop) abgefüllt wurde, wird die Hefe zur
Würze hinzugegeben. Hierzu empfiehlt sich Trockenhefe, die einfach mit in das Fass gegeben wird. In dieser Phase entscheidet es sich, ob
Sie ein unter- oder obergäriges Bier zubereiten wollen.

Obergärige Hefe braucht nämlich für den Gärprozess 15-23 °C, wobei untergärige Hefe bei 4-12 °C aktiv ist. Die Zugabe der Hefe ist demnach auch abhängig vom jeweiligen Rezept und von der gewünschten Bierart. Typische Biersorten für obergärige Biere sind Ale, Kölsch und Weizenbier. Untergärige Sorten dagegen sind z. B. Lager und Pils. Die alkoholische Gärung des Biers wird durch die Aktivität der Bierhefeorganismen in Gang gesetzt, bei der sich der vergärbare Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandelt. Nach Zugabe der Hefe wird das Gefäß sofort mit einem Deckel und einem Gärspund verschlossen. In den Gärspund sollte schweflige Säure oder Desinfektionssud (nicht zu
verwechseln mit Schwefelsäure!) gefüllt werden, damit keine Fremdorganismen in das Fass gelangen.

Bedenken Sie auch hier, dass Sie absolut steril arbeiten sollten, um eine Infektion des Bieres mit Fremdorganismen zu vermeiden.

Das Fass darf nie ganz verschlossen werden, so dass das durch die Gärung entstehendes CO2 entweichen kann. Stellen Sie das Fass in einen abgedunkelten Raum, der die für die Hefe notwendige Temperatur besitzt. Das Vergären von untergärigem Bier kann in einem nicht zu kaltem Kühlschrank erfolgen, während sich obergäriges Bier bei Zimmertemperatur vergären lässt. Für Anfänger eignet sich daher der Beginn mit obergärigen Biersorten, da sicherlich nicht jeder einen zusätzlichen Kühlschrank zur Verfügung hat. Das Einhalten der Temperatur ist besonders wichtig. Zu niedrige Temperaturen lassen die Hefezellen nur langsam oder gar nicht aktiv werden. Bei zu hohen Temperaturen können die Hefezellen absterben. Die Gärung sollte 6-12 Stunden nach Zugabe der Hefe aktiv sein, was leicht an den entweichenden Gasbläschen durch den Gärspund festzustellen ist. Die Gärdauer beträgt 2-4 Tage. Während des Gärprozesses können auf dem Gärschaum dunkle Hefeflecken entstehen, welche mit einem sterilen Kochlöffel abgeschöpft werden. Falls Sie bei der Hauptgärung Würze über den Ablasshahn abziehen (z. B. für Messungen mit der Bierspindel), muss der Hahn danach sofort gereinigt und ggf. mit einem Wattebausch und schwefliger Säure desinfiziert werden, um ein Antrocknen und eine spätere Infektion durch anhaftende Bakterien beim Abfüllen zu vermeiden.

6.9 Reifung

Bei der Nachgärung bzw. Reifung werden die von der Hauptgärung verbliebenen und nachträglich zugesetzten Zucker vergoren – das Jungbier reichert sich mit Kohlensäure an, die für die spätere Schaumbildung, Schaumhaltigkeit und Frische von Bedeutung ist, und reift zur geschmacklichen Vollendung aus. Während der Reifung erfolgt auch eine natürliche Klärung des Bieres. Hat sich nun die Gärtätigkeit eingestellt (kein Entweichen von Gärgasen), kann man sich an das Abfüllen machen.

Hierzu sind zuvor folgende Vorbereitungen zu treffen:

Reifebehälter / Flaschen vorbereiten und gekühlte Würze auf Raumtemperatur bringen. Die beste Ihnen zur Verfügung stehende Möglichkeit ist die Nachgärung in Flaschen – die von den meisten Hobbybrauern auch bevorzugt wird.

Weitere Möglichkeiten sind verschiedene druckstabile Behälter wie spezielle 5-Liter-Dosen oder richtige Bier- und Druckfässer. Auch in diesem Stadium kommt es immer noch auf steriles Arbeiten an. Alle Geräte müssen deshalb vor Gebrauch gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Bei der Verwendung von Bügelflaschen bietet sich folgende Vorgehensweise zur Flaschensterilisation an: Spülen und reinigen Sie Flaschen gründlich mit warmem Wasser und desinfizieren Sie diese mit einem geeigneten Desinfektionsmittel für Lebensmittelgegenstände. Diese Vorbereitung sollte schon während des Gärprozesses oder noch früher stattfinden, damit Sie am Tag des Abfüllens nicht unnötig in Hektik geraten.

Die aufgetaute Würze wird nun vorsichtig dem Jungbier im Gärbehälter 1-2 Stunden vor dem Abfüllen zugegeben. Somit können sich aufgewühlte Trubstoffe wieder absetzen. Zum Abfüllen dient ein Schlauch, der auf den Auslaufhahn gesteckt wird und bis auf den Flaschenboden reicht. Das vermeidet eine zu starke Schaumbildung und nicht allzu viel Kohlensäure geht verloren. Die Flaschen werden zu 90-95 % gefüllt (Gärraum) und sofort verschlossen. Achten Sie auch hier darauf, dass der Bodensatz im Gärfass nicht aufwirbelt und mit abgefüllt wird. Nach dem Abfüllen lagert das Bier noch 1-2 Tage bei der gleichen Temperatur wie bei der Hauptgärung. Danach erfolgt eine Lagerung bei möglichst kühlen Temperaturen.

Wichtig: Bei der Nachgärung müssen die Flaschen unbedingt nach ca. 12 Stunden und dann noch in den ersten 2-3 Tagen auf Überdruck geprüft und ggf. einmal kurz entlüftet werden, um einen Überdruck durch CO2 zu vermeiden. Die Flaschen lagern stehend, damit sich Trubteile am Boden absetzen können.

Bei dieser Art der Bierherstellung handelt es sich um ein naturtrübes Bier. Ein nahrhaftes Bier war früher immer naturtrüb und ist auch heute noch vorzuziehen, da es die wertvollen, an die Hefezellen gebundenen, B-Vitamine enthält. Die erste Kostprobe kann nach einer Lagerzeit von 2-4 Wochen erfolgen. Eine etwas längere Lagerung führt zu einem noch ausgereifteren Geschmack. Ihr selbstgebrautes Bier ist nun fertig und Sie können es gekühlt ausschenken und mit Ihren Freunden genießen! Prosit!

7. Hinweise

7.1 Symbole

Optische Sybole

(Kasten mit Icons)

Akustische Sybole

An manchen Stellen im Brauprozess gibt der Braumeister PLUS zu bestimmten Zeitpunkten einen Signalton ab. Dieser Signalton soll Sie darüber informieren, dass nun ein nächster Schritt im Prozess ansteht. Folgen Sie dann den entsprechenden Hinweisen auf dem Display.

7.2 Fehlersuche

Reparieren Sie das Gerät nicht selbst, sondern suchen Sie einen autorisierten Fachmann auf. Um Gefährdungen zu vermeiden, darf eine defekte Steuerung / Netzkabel oder andere Elektrobauteile nur vom Hersteller, unserem Kundendienst oder einer ähnlich qualifizierten Person ersetzt oder repariert werden.

Braufehler

(Kasten mit Text)

Bierfehler

(Kasten mit Text)

8. Wartung

8.1 Reinigung

Der Braumeister PLUS ist nach dem Brauvorgang sofort zu reinigen. Vermeiden Sie ein Antrocknen der Würze- und Malzreste, was die Reinigung erheblich erleichtert.

Alle Edelstahlteile können mit einem haushaltsüblichen Spülmittel gereinigt werden. Nicht geeignet sind Scheuermittel und Kratzer verursachende Schwämme und Bürsten.

Die Heizspirale lässt sich am besten mit einem Pfeifenreinigerfaden säubern.

Die Pumpe und die darin befindliche Antriebskugel sollte ebenso regelmäßig gespült werden. Dazu stellen Sie den Braumeister PLUS einfach auf den Kopf und lösen die Verschraubung, die lediglich handfest angezogen sein sollte. Die Pumpe lässt sich einfach durch Lösen der Steckerverschraubung komplett vom Braumeister PLUS entfernen.

Beim Reinigen des Sudkessels ist darauf zu achten, dass kein Spritzwasser bzw. Feuchtigkeit an die elektrischen Bauteile kommt.

Vor dem Brauen sind der Braumeister PLUS und die dazugehörigen Inneneinbauten lediglich mit warmem Wasser von Staub und Schmutz zu befreien. Pumpe und Leitungen ebenfalls durch Umpumpen spülen.

Achtung: Wenn Sie die Pumpe länger als einige Sekunden zur Reinigung laufen lassen, achten Sie darauf, dass diese gut entlüftet ist, um ein Trockenlaufen zu vermeiden (durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten wird Pumpe gut entlüftet). Beachten Sie, dass Sie auch die Malzrohrdichtung und den Auslaufhahn mit einbeziehen. Sorgen Sie dafür, dass keinerlei Spülmittelreste mehr im Braumeister PLUS verbleiben, welche auf die Schaumhaltigkeit des Bieres einen negativen Einfluss ausüben können.

Wasser bis ca. 2 cm über die Heizspirale einfüllen und mittels Steuerung manuell auf ~35 °C erwärmen. Achtung: Pumpe ist durch mehrmaliges Ein- und Ausschalten zu entlüften! Danach Braumeister wieder vom Stromnetz trennen! Nun lassen sich Braurückstände, am besten direkt nach jedem Sud, mit einer Bürste von der Behälterinnenseite und der Heizspirale entfernen.

Zur Grundreinigung gehört auch das Säubern der Saug- bzw. Drucköffnungen. Nach dem Reinigen der Heizspirale, Behälterinnenwand und der Saug- bzw. Drucköffnungen, entleert man den Braumeister und spült den gesamten Behälter nochmals aus.

Nun erfolgt das Reinigen der Pumpe. Pumpe öffnen. Pumpengehäuse sollte von Hand zu öffnen sein. Sollte dies nicht der Fall sein, bitte mit kleinem Kantholz und Hammer die Überwurfmutter lösen.

Im Pumpeninneren wird nun die Rotorkugel sichtbar. Vorsicht: Rotorkugel kann herausfallen! Eine Beschädigung der Rotorflügel führt zum späteren Ausfall der Pumpe!

Die Rotorkugel wird zum Säubern aus dem Gehäuse herausgenommen. Etwaige Braureste dürfen die Bohrungen nicht verstopfen und müssen somit vorsichtig entfernt werden.

Das Pumpengehäuse sollte auch gesäubert werden. Danach die gereinigte Rotorkugel wieder ins Gehäuse einsetzen. Zum Schluss die Verschraubung der Pumpe bitte nur von Hand wieder anziehen.

Zubehör: Reinigungsset
(Art.-Nr. 78027)

8.2 Instandhaltung / Updates

Bei regelmäßiger Reinigung und Pflege hat der Braumeister PLUS eine lange Lebensdauer. Updates können automatisch heruntergeladen und installiert werden. Sollte Ihr Gerät defekt sein, lassen Sie es von einem von uns anerkannten Reparaturservice instand setzen. Mit dem Rücksendeformular können Sie das Gerät bei uns einschicken. Sie finden das Formular unter https://www.speidels-braumeister.de/de/service/downloads.html

Anhang

A Rechtliche Aspekte des Heimbrauens

Hobbybrauer, die in Ihrem Haushalt zum eigenen Verbrauch Bier bereiten, dürfen bis zu 200 l Bier pro Jahr steuerfrei herstellen. Dieses Bier darf nicht verkauft werden. Der Hobbybrauermuss vor dem ersten Brauvorgang dies dem zuständigen Hauptzollamt anzeigen. Dies ist in der Verordnung zur Durchführung des Biersteuergesetzes (BierStV) niedergeschrieben:

§ 2 - Herstellung durch Haus- und Hobbybrauer

(1) Bier, das von Haus- und Hobbybrauern in ihren Haushalten ausschließlich zum eigenen Verbrauch bereitet und nicht verkauft wird, ist von der Steuer bis zu einer Menge von 2 hl im Kalenderjahr befreit. Bier, das von Hausbrauern in nicht gewerblichen Gemeindebrauhäusern hergestellt wird, gilt als in den Haushalten der Hausbrauer hergestellt.

(2) Haus- und Hobbybrauer haben den Beginn der Herstellung und den Herstellungsort dem Hauptzollamt vorab anzuzeigen. In der Anzeige ist die Biermenge anzugeben, die voraussichtlich im Kalenderjahr erzeugt wird. Das Hauptzollamt kann Erleichterungen zulassen. Das für Sie zuständige Zollamt, bei dem Sie Ihren ersten Brauvorgang anmelden müssen, finden Sie unter www.zoll.de. Eine Anzeige beim Zollamt kann per Fax oder Brief erfolgen und könnte beispielhaft wie folgt aussehen:

(Abbildung Formular)

B Gewährleistungsbedingungen, -abwicklung

Bedingungen

Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbedingungen. Die Gewährleistungszeit für Verbraucher reduziert sich auf die Regelungen für gewerbliche Kunden, sofern sie ein zur gewerblichen Nutzung geeignetes Gerät – auch teilweise – gewerblich nutzen.

Voraussetzung für Gewährleistungsansprüche bei uns oder bei einem unserer Händler ist die Übersendung einer Kopie des Kaufbelegs. Zur Überprüfung der Gewährleistung gelten unten genannte Abwicklungsmodalitäten.

Für eine zügige Bearbeitung von Gewährleistungsansprüchen müssen Mängel nach Erkennbarkeit uns gegenüber schriftlich mit einer Fehlerbeschreibung und ggf. mit Fotos angezeigt werden.

Garantieleistungen werden nicht für Mängel erbracht, die auf der Nichtbeachtung der Gebrauchsanweisung, unsachgemäßer Behandlung oder normaler Abnutzung des Geräts beruhen. Gewährleistungsansprüche sind ferner ausgeschlossen für leicht zerbrechliche Teile oder Verbrauchsmittel wie Dichtungen u. ä. Schließlich sind Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen, wenn durch nicht von uns autorisierte Stellen Arbeiten an dem Gerät vorgenommen werden.

Abwicklung

Sollte Ihr Gerät innerhalb der Gewährleistungszeit einen Mangel aufweisen, bitten wir Sie, uns Ihren Gewährleistungsanspruch mitzuteilen. Die schnellste und komfortabelste Möglichkeit ist die Rückgabe des Gerätes oder die Mängelanzeige bei dem zuständigen Händler / Vertreter oder direkt bei uns:

E-Mail an verkauf@speidel-behaelter.de
oder per Fax an: +49 7473 9462 99

Bitte teilen Sie uns Ihre vollständige Anschrift mit Kontaktdaten mit. Im Weiteren benötigen wir die Typenbezeichnung des reklamierten Gerätes, eine kurze Fehlerbeschreibung ggf. mit Fotos, das Kaufdatum (Kopie der Rechnung) und den Händler, bei dem Sie das Neugerät erworben haben. Laden Sie hierzu unser Rücksendungsformular unter www.speidels-braumeister.de/de/service/downloads.html herunter. Nach Prüfung Ihrer Mängelanzeige werden wir Sie schnellstmöglich
zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise kontaktieren. Bitte nehmen Sie in keinem Fall eine unfreie Einsendung Ihres Gerätes vor.

C Sprachen / Languages

(Kasten mit Text)

Behälter aus Leidenschaft

Speidel Tank- und Behälterbau GmbH
Krummenstraße 2
72131 Ofterdingen
Telefon +49(0)7473 9462-0
Telefax +49(0)7473 9462-99
verkauf@speidel-behaelter.de
www.speidels-braumeister.de

Preise und technische Ausführung der Produkte sind freibleibend.